Am 24. Januar feiern wir den Internationalen Tag der Bildung — ein Tag, der daran erinnert: Bildung ist ein fundamentales Menschenrecht und eröffnet Perspektiven auf Selbstbestimmung, Teilhabe und soziale Sicherheit. Für sexarbeitende Menschen ist Bildung besonders relevant, da sie damit nicht nur Zugang zu Informationen über Rechte, Gesundheit und rechtliche Rahmenbedingungen erhalten, sondern auch ihre ökonomische Unabhängigkeit stärken und Strategien entwickeln können, um Diskriminierung, Stigmatisierung und soziale Ausgrenzung zu begegnen.
Sexarbeitende sind oft mehrfach marginalisiert — durch gesellschaftliches Stigma, Diskriminierung und strukturelle Hürden. Untersuchungen zeigen, dass ein niedriger Bildungsstand die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass gesundheitliche, soziale und Bildungsangebote nicht genutzt werden, weil Informationen fehlen oder schwer zugänglich sind.
Barrieren beim Zugang zu Bildung und Gesundheitsangeboten sind weit verbreitet. Speziell peer-basierte Programme haben sich als wirksam erwiesen, um diese Hürden zu überwinden und Wissen sowie Selbstbestimmung zu fördern:
„Peer‑basierte Bildungs- und Gesundheitsangebote stärken das Empowerment und ermöglichen Sexarbeitenden, informierte Entscheidungen über Gesundheit, Sicherheit und soziale Teilhabe zu treffen.“
(aus: NSWP, 2021: Sex Work, Health, and Human Rights: Evidence for Peer-Based Approaches - 2021_sexworkhealthandhumanrights_1.pdf)
Bei Madonna e.V. setzen wir uns genau dafür ein: Wir machen Beratungs‑ und Informationsangebote niedrigschwellig und barrierefrei — ob rechtliche Beratung, Gesundheitsaufklärung oder Unterstützung beim Zugang zu Weiterbildung und sozialen Angeboten. Denn wir sind überzeugt: Bildung darf kein Privileg, sondern muss ein Recht für alle sein!