Madonna e.V. ist eine unabhängige und parteipolitisch ungebundene Beratungsstelle für aktive und ehemalige Sexarbeitende. Seit unserer Gründung unterstützen wir Menschen in der Sexarbeit mit Beratung, Gesundheitsprävention, Bildungsangeboten und politischer Interessenvertretung. Unsere Arbeit basiert auf Akzeptanz, Respekt und dem Vertrauen in die Selbstbestimmung von Sexarbeitenden. Wir beraten kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym.

Madonna e.V. - eine Zeitreise

  • 1991
    Sexarbeiterinnen, ehemalige Sexarbeiterinnen und Unterstützende gründen Madonna e.V. – Verein für die kulturelle und berufliche Bildung von Prostituierten.
  • 1992
    Ein Jahr später eröffnet Madonna eine Beratungsstelle direkt am Bochumer Bordell.
  • 1997
    Mit der Förderung des Modellprojekts „NEUSTART – Beratung für Frauen, die nicht mehr in der Prostitution arbeiten wollen“ durch das Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit des Landes Nordrhein-Westfalen erhält der Verein erstmals eine verlässlichere finanzielle Grundlage.
  • 1998
    Start des EU-Qualifizierungsprojekts „HOPe“, das sich an Sexarbeitende richtet. Gleichzeitig übernimmt Madonna die Trägerschaft des EU-Projekts „ANAKO“, das die Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützen soll.
  • 2002
    Madonna beteiligt sich am EU-Projekt „ProClusion“, das die soziale Integration von Menschen in der Sexarbeit fördert.
  • 2003 bis 2005
    In diesen Jahren stehen zahlreiche Aktivitäten im Mittelpunkt: die 31. Fachtagung Prostitution, eine Benefiz-Gala, verschiedene Publikationen sowie die Evaluierung des Prostitutionsgesetzes. Darüber hinaus beginnt Madonna im Auftrag der Stadt Bochum mit der Gesundheitsberatung für Sexarbeitende.
  • Seitdem
    Madonna beteiligt sich kontinuierlich an Projekten, Kampagnen und Fachdebatten rund um die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Sexarbeitenden. In dieser Zeit entstehen unter anderem die LOLA-App sowie das Archiv und Dokumentationszentrum SEXARBEIT, das bis heute kontinuierlich erweitert wird.

Madonna e.V. - heute

Bis heute knüpft Madonna mit allen Angeboten an die Kompetenzen und Ressourcen von Sexarbeitenden an. Wir bieten Informationen und Unterstützung sowohl für Menschen, die die Sexarbeit verlassen möchten, als auch für diejenigen, die ihre Tätigkeit professionell gestalten, ihre Interessen vertreten und ihre Position stärken wollen. Darüber hinaus spielt die allgemeine Sozialberatung eine wichtige Rolle in unserer Arbeit. Unsere Angebote sind kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym. Unsere Arbeit basiert auf Akzeptanz, Respekt und der Überzeugung, dass Sexarbeitende die Expert*innen ihrer eigenen Lebensrealität sind.

Madonna e.V. setzt sich ein für

  • die Gleichstellung von Sexarbeit mit anderen Erwerbstätigkeiten,
  • die dauerhafte Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen von Sexarbeitenden,
  • die Entstigmatisierung von Sexarbeitenden,
  • die Entkriminalisierung von Sexarbeit.

Diese Ziele verfolgen wir durch

  • die Einrichtung und den Betrieb einer Beratungsstelle und eines Treffpunktes direkt am Bochumer Bordell,
  • die Förderung der beruflichen und kulturellen Bildung von Sexarbeitenden,
  • die Aufklärung der Öffentlichkeit über die gesellschaftlichen und rechtlichen Bedingungen von Sexarbeit,
  • die Unterstützung von Aktivitäten gegen die Diskriminierung von Sexarbeitenden,
  • gemeinsame Aktionen und die Vernetzung mit nationalen und internationalen Schwesterorganisationen sowie weiteren Partner*innen, die diese Ziele teilen.

Seit unserer Gründung verbinden wir praktische Unterstützung, politische Interessenvertretung und Bildungsarbeit – gemeinsam mit und für Sexarbeitende.

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